Aktuelles
Landgericht Freiburg: Urteil im Großverfahren wegen Einbrüchen in Rathäusern und Aufbrüchen von Geldautomaten (Bandendiebstahl)
07.05.2026
In einem sehr umfangreichen Verfahren mit dem Vorwurf des schweren Bandendiebstahls in einer Vielzahl von Fällen vertraten die Strafverteidiger Dr. Jan-Carl Janssen und Jan-Georg Wennekers zwei der Hauptangeklagten vor der 2. Großen Strafkammer am Landgericht Freiburg. Den Mandanten wurde vorgeworfen, sich mit weiteren Angeklagten zu einer Bande zusammengeschlossen und gemeinsam eine Vielzahl von Einbruchdiebstählen in Rathäusern,...
Amtsgericht Breisach: Freispruch vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung, § 224 StGB (Schlägerei)
13.04.2026
Nach einem Kegelabend war es in und vor einer Gaststätte in Ihringen zu Streitigkeiten und schließlich zu einer Schlägerei gekommen. Die Anklage warf den Mandanten von Rechtsanwalt Jan-Georg Wennekers und Rechtsanwalt Janssen vor, gemeinsam mit weiteren Tätern mit Tritten und Schlägen auf einen anderen Gast losgegangen zu sein und diesem erhebliche Gesichtsverletzungen zugefügt zu haben. In der Folge forderte die Staatsanwaltschaft für beide...
Freispruch vom Vorwurf des Verstoßes gegen das Vermummungsverbot, §17a VersG
24.11.2025
Vor dem Amtsgericht Freiburg wurde am 11.11.2025 ein Demonstrationsteilnehmer vom Vorwurf eines Verstoßes gegen das Vermummungsverbot freigesprochen. Auf Demonstrationen ist es gemäß § 17a VersG verboten sein Gesicht zu vermummen, etwa durch eine Mütze in Kombination mit einem bis zu den Augen hochgezogenen Schlauchschal. In der Verhandlung konnte, die von Rechtsanwalt Jan-Georg Wennekers geführte Verteidigung aufzeigen, dass die Person, der...
Landgericht Freiburg: 4.11.2025 – Freispruch vom Vorwurf des besonders schweren Raubes
12.11.2025
Am 04.11.2025 sprach das Landgericht einen von Rechtsanwalt Jan-Georg Wennekers verteidigten Angeklagten vom Vorwurf des besonders schweren Raubes frei. Dem Mann war vorgeworfen worden, mit zwei Mittätern gemeinsam unter Einsatz eines Messers, eines Pfeffersprays und einer abgebrochenen Bierflasche dem angeblich Geschädigten sein Handy abgenommen zu haben. Dies hatte die Staatsanwaltschaft als besonders schweren Raub gemäß § 250 Abs. 2 Ziff. 1...
Abholer beim „Enkeltrick“ / sog. „falscher Polizeibeamter“: Mittäter oder nur Gehilfe des (gewerbsmäßigen) Bandenbetrugs?
04.03.2025
Das Phänomen "Enkeltrick" bzw. "falscher Polizeibeamter" zeichnet sich dadurch aus, dass vermehrt - aber nicht nur - ältere Personen telefonisch über eine Notsituation naher Angehöriger oder kriminelle Aktivitäten in der Nachbarschaft getäuscht werden. Es sei entweder erforderlich, dass Wertgegenstände durch einen sog. (falschen) Polizisten gesichert werden oder es müsse ein höherer Geldbetrag als Kaution für das Entlassen naher Angehöriger...
Auslieferung nach Ungarn unzulässig – Bundesverfassungsgericht – Beschluss vom 24. Januar 2025 – 2 BvR 1103/24 –
12.02.2025
Mit Beschluss vom 24.01.2025 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Auslieferung einer non-binären Person mit deutscher Staatsangehörigkeit unzulässig war (Beschluss vom 24. Januar 2025 - 2 BvR 1103/24). Der Verfassungsbeschwerde wurde stattgegeben. Das Verfahren ist aus mehreren Gründen von erheblicher Bedeutung für das Auslieferungsrecht. Einerseits wurde durch die Behörden in diesem Verfahren vorschnell vollendete Tatsachen...
Bundesgerichtshof zur Erforderlichkeit von Feststellungen zum Wirkstoffgehalt von Betäubungsmitteln als Strafzumessungsfaktor sowie zur Tatsachengrundlage zur Schätzung nach § 73d Abs. 2 StGB – Rechtsprechung zum Betäubungsmittelstrafrecht, Beschluss vom 16.1.2024 – 5 StR 506/23
16.12.2024
Im Rahmen der Strafzumessung ist der Wirkstoffgehalt von Betäubungsmitteln als Strafzumessungsfaktor relevant. Kann dieser nicht durch ein Wirkstoffgutachten bestimmt werden, kann die Rechtsprechung unter Beachtung besonderer Voraussetzungen den Wirkstoffgehalt schätzen. Dabei darf nicht einfach auf eine "durchschnittliche Qualität" abgestellt werden, wie der Bundesgerichtshof nun erneut mit BGH , Beschluss vom 16.1.2024 – 5 StR 506/23 (LG...
8.11.2024 – Mediale Berichterstattung zu Kapitalstrafsachen
21.11.2024
Regelmäßig verteidigen wir, die Strafverteidiger Dr. Jan-Carl Janssen, Jan-Georg Wennekers und Jens Janssen in Kapitalstrafsachen vor Schwurgerichtskammern der Landgerichte, etwa in Freiburg, Offenburg, oder auch in Waldshut-Tiengen. Kapitalstrafsachen, also Verfahren wegen Vorwürfen von Mord oder Totschlag gemäß den §§ 211, 212 StGB erfahren nicht nur durch die Öffentlichkeit besondere Aufmerksamkeit. Sie werden auch in aller Regel mit großer...
Wird eine Immobilie oder ein Miteigentumsanteil an einer Immobilie, die nicht vermietet ist, an ein minderjähriges Kind übertragen, bedarf es keiner Ergänzungspflegschaft; vielmehr dürfen die Eltern ihr Kind bei dem Rechtsgeschäft vertreten und sind nicht von der Vertretung ihres Kindes ausgeschlossen
24.07.2024
Entscheidung des BGH, Beschluss vom 18.4.2024 – Aktenzeichen V ZB 51/23 Der Entscheidung liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Der Vater ist Eigentümer eines Grundstücks/einer Immobilie, die er durch notariell beurkundete Vereinbarung schenkweise je zur Hälfte auf seine beiden minderjährigen Kinder übertragen hat. Zugunsten des Vaters und der Mutter (verheiratet, gemeinsam sorgeberechtigt) wurde ein lebenslanger Nießbrauch bewilligt. Der...
Zu den Voraussetzungen eines Sicherungshaftbefehls gem. § 230 Abs. 2 StPO, vgl. auch OLG Nürnberg, Beschl. v. 19.03.2024 -Ws 188/24
27.06.2024
§ 230 Abs. 2 StPO bestimmt, dass ein Sicherungshaftbefehl erlassen werden kann, wenn ein Angeklagter trotz ordnungsgemäßer Ladung zur Hauptverhandlung nicht erscheint (und er gem. § 216 StPO auf die Folgen eines unentschuldigten Ausbleibens hingewiesen wurde). Die Verteidigung sieht den Erlass von sog. Sicherungshaftbefehlen kritisch, da uns zahlreiche Fälle bekannt sind, in denen entweder keine "ordnungsgemäße Ladung" erfolgt ist oder dem...

